Genius Loci
Der Geist des Ortes

 
 
 

OBEN
 
Prosa

"Wenn der Dichter nicht zum Berg kommt,
kommt der Berg zum Dichter"
Hesiod

ichter sind seit jeher von dem fasziniert, über das sie auch schreiben. So auch von den Bergen und Bergsteigen. Daraus geworden sind literarische Zeugnisse, die zu den orginellsten Stücken der Weltliteratur zählen. Hier lässt sich ein weiter Bogen spannen,der von "Titius Livius: Hannibal über-

schreitet die Alpen" über "J.W. v.Goethe: Italienische Reise" bis zur hermetischen Lyrik von Paul Celan reicht.

Es sind auch selten die eitlen Heldengeschichten, die von "Eroberung" und "Bergkameradschaft" künden, sonder mehr Erfahrungen im Sinne wie "Lenz" zu sagen pflegte »...er suchte nach etwas, wie nach verlorenen Träumen, aber er fand nichts.« Vom Tal bis zum Gipfel gibt es Heiteres, Grausiges und Romantisches.

Goethe
Johann Wofgang
von Goethe

Um die Welt von oben zu betrachten schnürten viele von ihnen Stiefel und Rucksack, "um die ungewöhnlichen Höhen dieses Fleckens Erde durch Augenschein kennenzulernen«.

Der erste war wohl 1335 Francesco Petrarca, der den Mont Ventoux in der Provence bestieg. Aber nicht alle Autoren.

waren so aktiv wie Petrarca. Gelegenheitsbergsteiger wie Ernest Hemmingway, Max Frisch oder Werner Herzog, beschreiben auf wenigen Seiten mehr und intensiver die Berge, als alle Wanderbüchern der letzten Jahre zusammen.

Aber auch unter den Bergsteigern gibt es, insbesondere in neuerer Zeit, auch Literaten, die an ihr Schreiben genauso hohe Anforderungen stellten wie an ihr Klettern. So vertrat Lionel Terray das Bergsteigen als "Eroberung des Unnützen" glaubhaft gegen die Ausbeutung der Welt und auch Walter Bonatti weiss in "Berge meines Lebens" mehr zuberichten als nur über schlichte Bergabenteuer.
Alpine Literatur ist in diesem Sinne nicht nur die Masse an Büchern, die Bergsteiger oder Wanderer lesen um von A nach B zu kommen, alpine Literatur ist vor allem das, was das Verhältnis des Menschen zum Gebirge beschreibt. Die Suche nach Erfahrungen und Auseinandersetzung in den Bergen ist wichtiger als ein schneller Gipfelerfolg.

 
 

Andächtiges
-Gebet a. Tseringma
-Navajo Berggesang
-Gebet a. Ny. Thanglha
-Gebet a. Ny. Thanglha I
-D. Lotosgeborene
-Lama A. Govinda
-Benedictus Marti/Aretius

Sonstiges
-Hier bin ich, ich Zuni
-Der Beitrag d. Wanderns z. Persönlichkeitsentwicklung
-Jean J. Rousseau
-Hans Morgenthaler

Bergfahrten

-Francesco Petrarca

-Edward Whymper

-Franz Hohler

-Gabriel Walser

-Placidus a Spescha

-F. Fuchs / J. W. v. Goethe

Erfahrungen

-Heinrich Harrer

-James Hilton

Erheiterndes-mit u. ohne Absicht

-Robert Gernhardt

-Christoph Meiners

-Ö. von Horváth

-Kurt Tucholsky

Unwägbarkeiten

-Jon Krakauer

-Milarepa

-J. Simpson

-Riesenkatzen

-Gefangen

Schwärmereien

-Gusto Gräser

-Konrad Gessner

-Albrecht von Haller

-Kalidasa

-Friederich Hölderlin

V. Älplerinnen
u. Älplern

-Heidi

-L.Steub/Almenleben

-Hans Haid

-Krohn/Quatemberkinder

Erklärungsversuche

-Luis Trenker

-Herbert Tichy

-J.J.Scheuchzer

-Weltberg

-J. W. v. Goethe

-Gottlieb Sigmund Gruner

-Hans Rudolf Grimm

-Friedrich von Tschudi

-Leonardo da Vinci

-Josias Simler

-Wie Jungfrau, Eiger ...


  Von Älplerinnen und Älplern
  Heidi Johanna Spyri ... Heidi.Lehr-und Wanderjahre
 

" Heidi erwachte am frühen Morgen an einem lauten Pfiff, und als es die Augen aufschlug, kam ein goldener Schein durch das runde Loch hereingeflossen auf sein Lager und auf das Heu daneben, daß alles golden leuchtete ringsherum. Heidi schaute erstaunt um sich und wußte durchaus nicht, wo es war. Aber nun hörte es draußen des Großvaters tiefe Stimme, und jetzt kam ihm alles in den Sinn: woher es gekommen war und daß es nun auf der Alm beim Großvater sei.".
[...mehr]

   
  Ludwig Steub ... Die Poesie des Almenlebens
 

"Die Almerinnen führen fast ein Leben wie die Elfen, streifen in der Frühe mit leichten Sohlen über die tauigen Alpenkräuter, verschwinden im Morgennebel, singen aus dem Felsgestein, daß man nicht weiß, von wannen es kommt und schallt ..."
[...mehr]

   
  Hans Haid Hans Haid ... Gedichte - Texte
 

"Hans Haids Gedichte sind wie tibetanische Gebetsmühlen, ununterbrochen beschwören sie das Land und die Götter von der Einheitspartei, doch etws Frieden in diese Freizeithektik zu blasen. Aber wie bei echten Gebeten, bläst der Wind alles fort, was nicht mit festen Buchstaben gedruckt ist." Blickpunkt Imst
[...mehr]

   
  Tim Krohn Tim Krohn ... Quatemberkinder
 

Mit dem Roman "Quatemberkinder" erweckt der Tim Krohn die längst vergessene Heimatliteratur zu neuem Leben. Er spielt in der Welt zwischen Alm und Alp, Käs und Kuhreiher, aber eben auch in jener Welt der unheimlichen Sagengestalten, Hexli und Gschpängschterli. Es ist weder als kitschige Folklore abzutun, noch ist er als eine Parodie der heilen Alpenwelt zu verstehen.
[...mehr]

   
  Bergfahrten
  Francesco Petrarca Francesco Petrarca ...Die Besteigung des M. Ventoux
 

"Den höchsten Berg dieser Gegend, den man nicht unverdient Ventosus, den Windumbrausten, nennt, habe ich am heutigen Tage bestiegen, einzig von der Begierde getrieben, diese ungewöhnliche Höhenregion mit eigenen Augen zu sehen".
[...mehr]

   
  Edward Whymper Edward Whymper ... Berg- und Gletscherfahrten
 

Spannend und mitreissend schildert E. Whymper in diesem Klassiker der Alpenliteratur seine Versuche, das Matterhorn als erster zu besteigen. Seine "Berg- und Gletscherfahrten" gehören zu den grössten Erzählungen der Alpengeschichte.
[...mehr]

   
  Franz Hohler ... Richetli
 

Franz Hohler lebt als Kabarettist und Schriftsteller in Zürich. Seine Gedichte, Theaterstücke und Erzählungen wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter der Solothurner Kunstpreis.
[... mehr]

   
  Gabriel Walser ... Von den Alp-Reisen, und was man dabei beachten soll
 

"Wer die hohen Alpen besteigen will, der trete seine Reise an, befehle sein Leib und Seel seinem Gott. Demnach lasse er sich ein paar Schuhe mit dicken Sohlen zurichten und die Absätze und Sohlen mit Schirm-Nägel-Köpfen dichte aneinander beschlagen ..."
[... mehr]

   
  Pater Placidus a SpeschaPater Placidus a Spescha ... Die Besteigung des Piz Urlaun
 

Als ich an den Fuß dieses Bergs gekommen war, kam mich die Lust an zu versuchen, ob er ersteigbar wäre. Demnach stieg ich über eine stotzige Schneeseite am Ende des Gletschers nordöstlich hinauf; je mehr ich stieg, desto atemloser wurde ich; endlich schien es mir Übel zu werden.
[... mehr]

   
  Goethe DIETER FUCHS / JOHANN WOLFGANG VON GOETHE ... Ein Bergvagabunden-Gespräch mit einem mehrfachen europäisehen Gipfelstürmer
 

Herr Staatsminister von Goethe, Sie haben langjährige bergsteigerische Erfahrungen.
Ja, ich habe die Purka, den Gotthard bestiegen! Diese er? habenen, unvergleichlichen Naturszenen werden immer vor meinem Geiste stehen.
[... mehr]

   
  (Reise) - Erfahrungen
  Heinrich Harrer Heinrich Harrer ... Sieben Jahre in Tibet
 

Der in Kärnten 1912 gebohrene Heinrich Harrer berichtet von seinen Erlebnissen in Tibet. Hier wurde er der Freund und Leher des Dalai Lama.
[... mehr]

   
  James Hilton James Hilton ... Der verlorene Horizont
 

Die Mönche im Lama-Kloster von Schangri-La, halten ihre Gemeinschaft für die letzte Oase, in der die geistigen Schätze der Menschheit aufbewahrt werden. Durch eine List wollen sie ihr einsames Kloster im Himalaya vor dem Aussterben bewahren und entführen kleine Gruppe von Engländern und Amerikanern in diesen entlegenen Winkel Tibets... James Hiltons berühmter Roman "Der verlorene Horizont", gehört heute zu den klassischen utopischen Romanen
[... mehr]

     
  Gletscherspalten u. andere Unwägbarkeiten
  Jon Krakauer Jon Krakauer ... In eisigen Höhen
 

Im Frühjahr 1996 nahm Jon Krakauer an einer Mount-Everest-Expedition teil, um über die dramatischen Auswüchse des kommerziellen Bergsteigens zu berichten. Diese Expedition endete selbst in der schlimmsten Katastrophe, die sich je auf dem »Dach der Welt« ereignete: Zwölf Menschen kamen dabei ums Leben. Jon Krakauers spannendes und tief berührendes Buch ist das einmalige Dokument eines Augenzeugen, der sich mit der Faszination und der Irrationalität des Bergsteigens auseinandersetzt.
[... mehr]

  Milarepa Milarepa ... Schneesturm am Chomolungma
 

Milarepas Dichtungen (1040-1123) sind der spontane Ausdruck seiner direkten Einsicht in die Natur der Dinge. Sie vermitteln die Belehrungen Milarepas und bezaubern gleichzeitig durch ihre poetische Kraft und Schönheit.
[... mehr]

     
  Joe Simpson Joe Simpson... Sturz ins Leere
 

Dann machte sich das, worauf ich gewartet hatte, über mich her. Die Sterne gingen aus, und ich stürzte. Wie etwas lebendig Gewordenes peitschte das Seil ungestüm gegen mein Gesicht und ich fiel still und endlos ins Nichts, als träumte ich nur von: Fallen. Ich fiel schnell, schneller als ein Gedanke, und mein Magen protestierte gegen diese sausende Geschwindigkeit. Ich fegte hinunter, und von weit oben sah ich mich fallen und fühlt« nichts. Keine Gedanken, und alle Angst wie weggeblasen. So war das also!
[... mehr]

     
  Nanga  Parbat Legende aus Gilgit/Pakistan ... Riesenkatzen bewachen den Rama-See am Nanga Parbat ///// Gefangen auf der Berspitze
 

Rund um den Nanga Parbat - den dritthöchsten Berg der Welt - lebten viele Feen. Sie wohnten in Gletschern und Höhlen, in Wäldern und Seen und spielten auf den Wiesen. Von den Feen hat wohl die Märchenwiese, "die Feenwiese", am Nanga Parbat ihren Namen bekommen. "
[... mehr]

 

Jenseits der gewaltigen Bergkette hauste auf einem spitzen und alleinstehenden Berg vor vielen Jahren ein böser Geist. Die Menschen der ganzen Umgebung wurden in Angst und Schrecken versetzt, als er das schönste Mädchen aus dem Gilgit-Tal entführte. In Windeseile trug er es auf den Gipfel des Berges und sperrte es dort ein.
[... mehr]

     
  Erheiterndes - mit und ohne Absicht
  Christoph Meiners ... Die erhabene Jungfrau
 

"Als wir die Jungfrau zuerst ansahen, war noch fast ihr ganzer Körper, soweit er mit dem nur zum Teil sich erneuernden Schneemantel angetan ist, von der Abendsonne erleuchtet, die aber bald ihren goldnen Schmuck von dem blendendweißen, nie entweihten Busen zurückzog und nun allein ihr jungfräuliches Antlitz rötete ..."
[... mehr]

     
  Robert Gernhardt Robert Gernhardt ... Gedichte
 

"Wir können Goethes, Schillers, Klopstocks Hinscheiden durchaus verschmerzen, solange nur Robert Gernhardt uns nicht genommen wird." Hubert Spiegel, FAZ
[...mehr]

     
  Ödön Ödön von Horváth ... Die erhabene Jungfrau
 

"Hoch droben in dem Lande in dem es weder Wälder noch Wiesen nur zerklüftete Eisäcker gibt, dort haust die Eispikkelhexe. Statt den Zehen wuchsen ihr Pickelspitzen und ihre Zähne sind klein und aus blauem Stahl (...)"
[... mehr]

   
  Kurt Tucholsky Kurt Tucholsky ... Ausflug auf die Zugspitze
 

"Die Zugspitzbahn ist ein Triumph menschlichen Erfindergeistes, ein Wunder- stück deutscher Technik, die Überwindung der Elementargewalten durch die Kraft der Beharrlichkeit und etwas völlig Blödsinniges. Wenn ich Zugspitze wäre: man müßte sich ja zu Tode schämen. "
[... mehr]

   
  Schwärmereien
  Konrad Gesner Konrad Gesner... Brief über die Bewunderung
der Berge, geschrieben vom Konrad Gesner an Jakob Vogel
 

Im 16. Jahrhundert wuchs das wissenschaftliche Interesse an der Bergwelt. Der Zürcher Conrad Gessner beschrieb die Herrlichkeit der Alpen und die edlen Genüsse des Bergsteigens («de admiratione montium») in einem enthusiastischen Brief an einen Freund. Der Brief ist ein Bekenntnis zur Schöpfermacht Gottes in der Natur bei gleichzeitiger Entdämonisierung der Natur.
[... mehr]

   
  Gusto Gräser Gusto Gräser ... Berggedichte
 

"Gräser kommt ermüdet und enttäuscht vom Dorf Ascona in die Felsen zurück. Nun findet er Trost und Ermutigung im Gespräch mit "seinem" Berg. Allem Zielen nach Wirkung sagt er (durch den Mund des Berges) ab, erkennt, dass er nur zu sein hat wie Baum und Blume und Berg: ohne Warum und Wozu, werdend, spielend aus dem Unbewussten - ein Tor." Hermann Müller
[...mehr]

   
  Albrecht von Haller Albrecht von Haller ... Die Alpen
 

In seiner Sammlung "Versuch Schweizerischer Gedichten" (1723) finden wir das beschreibend-philosophische Gedicht "Die Alpen". Es stellt die kraftvoll-reine Natur- und Menschenwelt des Hochgebirges der verweichlichenden Unnatur der Zivilisation gegenüber.
[...mehr]

   
  Kalidasa ... Himalaya
 

Im Norden thront erhaben, groß und hehr
Der königlichen Berge hoher Kaiser,
Des ew'gen Schnees erlauchter Herbergweiser:
Der göttliche Himalaya.
[...mehr]

   
  Friederich Hölderlin Friederich Hölderlin ... Heimkunft
 

Drin in den Alpen ists noch helle Nacht und die Wolke,
Freudiges dichtend, sie deckt drinnen das gähnende Tal.
Dahin, dorthin toset und stürzt die scherzende Bergluft,
Schroff durch Tannen herab glänzet und schwindet ein Strahl.
[...mehr]

   
  Erklärungsversuche
  Luis Trenker Luis Trenker ... Der Mountain-Climber
 

"Sie sind ein Mountain-Climber?"
"Man sagt hier so."
"Was tut denn ein Mountain-Climber?"
"Er climbt auf die Berge."
"Wozu climbt er auf die Berge?"
"Weil es ihn freut."
"Verdient er dabei Geld?"
[... mehr]

   
  Herbert Tichy Herbert Tichy
 

"Es ist viel über den letzten Sinn und die Beweggründe des Bergsteigens geschrieben worden. Ich kann dem nichts Neues hinzufügen. . . "
[... mehr]

   
  Johann Jajob Scheuchzer Johann Jakob Scheuchzer ... Über die besondere Beschaffenheit der Schweizer Luft
 

"Das sogenannte Heimweh, eine seltsame und gefährliche Krankheit, welche die Schweizer in fremden Landen ausstehen müssen, [habe ich] vornehmlich von der Beschaffenheit der schweizerischen Luft und demselben Abänderung hergeleitet".
[... mehr]

   
  Schöpfungsmythos der Naxi... Weltberg
 

Die neun Schöpfer des Himmels und die sieben Schöpferinnen der Erde kamen überein, dass der Himmel, da er noch wackelte, gestützt werden müsse. Im Osten errichteten sie einen weißen Koncha-Pfosten, um den Himmel zu stützen, im Süden einen türkisfarbenen, im Westen einen schwarzen aus Karneol, im Norden einen goldenen und in der Mitte einen aus Eisen. Dieser war zu kurz und so füllten sie den lest mit blauem Dunst.
[... mehr]

   
  Goethe Johann Wolfgang von Goethe ... Im Gebirge
 

"Die Kalkalpen, welche ich bisher Durchschritten, haben eine graue Farbe und schöne, sonderbare, unregelmäßige Formen, ob sich gleich Fels in Lager und Bänke teilt. Aber weil auch geschwungene Lager vorkommen und der Fels überhaupt ungleich verwittert ... "
[... mehr]

   
  Gruner Gottlieb Sigmund Gruner: Rechtfertigung der Berge aus der Darlegung ihres Nutzens, 1775
 

"Betrachten wir die Eisgebirge überhaupt und in Absicht auf ihre Schneedecken allein, so ist die Klage über ihr Dasein höchst ungerecht und ganz gewiß, daß diese beschneiten Firsten dem Lande ungleich nützlicher sind, als sie sein würden, wenn sie hingegen mit den fettesten Weiden bekleidet wären. ... "
[... mehr]

   
  Hans Rudolf Grimm Hans Rudolf Grimm... Von den Wundern der Natur und andere Seltsamkeiten
 

Gletscher-Berg, so voller Eiszapfen hanget, wird beschrieben: Der Gletscherberg in Grindelwald bei Ober-Hasli gelegen ist eines von den größten Wundern der Natur. Dieser Berg hat die Eigenschaft, wie der Berg Ätna so im Mittelländischen Meer gelegen, der ständig kracht und Feuer ausspeit. Dieser Gletscher kracht auch ständig als wie ein Donner und wirft Steinen und Sand ...
[... mehr]

   
  Friedrich von Tschudi Friedrich von Tschudi... Tierleben der Alpenwelt
 

Schlangen; Lindwürmer und Drachen, welche harmlose Bauern wie Zuckerbrod wegfrassen und ganze Heerden verschlangen, bewohnten nicht nur das Drachenloch und den Pilatus, sondern hundert Thäler und Schluchten aller Berge. (...)
[... mehr]

   
  Leonardo da Vinci Leonardo da Vinci ... Von den Gebirgsquellen
 

Das Wasser, das sich in den höchsten Gebirgen befindet, ist nicht etwa dort, weil es durch die Wärme der Sonne dorthin gezogen wird, denn diese Wärme dringt kaum in die Tiefe, wie man am Verina-Felsen sieht. Da vermag die Sonne das Eis ...
[... mehr]

   
  Josias Simler Josias Simler ... Der Name "Alpen"
 

Es ist anzunehmen, daß man jenen hohen Gebirge, das Italien von Gallien und Germanien scheidet, den Namen Alpen wegen der blendenden Weiße gegeben hat, die der ewige Schnee ihren Zinnen verleiht. Tatsächlich gebrauchten die Sabiner, wie Festus Pompejus berichtet, den Ausdruck Alpum, den die Römer später in Album (weiß) wandelten, daher die Bezeichnung Alpen ...
[... mehr]

   
  Jungfrau, Eiger und Mönch
Wie Jungfrau, Eiger und Mönch entstanden sind
 

Auf Wengernalp lebte einst eine ganze Riesenfamilie: Vater, zwei Söhne und eine Tochter. Als der Vater noch jung und die Kinder noch klein waren, vertrugen sie sich mit den Menschen, ja, sie standen mit ihnen auf gutem Fuße.
[... mehr]

   
  Andächtiges
  Padmasambhava Yeshe Tsogyal... D. Lotosgeborene i. Land d.Schnees
 

"Als sie zum Tal Chephu Shampo weitergingen, manifestierte sich Yarlha Shampo als weisser Yak von der Grösse einer Bergflanke. Seine Nüstern dampften wie aufquellende Wolken, sein Brüllen war wie Donner, sein Atem brauste wie ein Schneesturm, und er schickte Blitze und Hagel hernieder. Er nahm ein drohende Angriffshaltung ein. Meister Padma fing ... "
[... mehr]

   
  Tseringma Padmasambhava ... Anbetung der Tseringma
 

Das Gebet richtet sich an die Göttin Tashi Tseringma, die älteste der fünf "Feengöttinnen des Langen Lebens" ("Glücksschwestern"), die auf dem Chomolhari und anderen bedeutenden Gipfeln im Himalaya-Raum zwischen Nepal und Tibet wohnt (Gaurishankar, Chomolungma).
[... mehr]

   
  Navajo Navajo ... Berggedichte
 

Die Berggesänge der Navajo-Indianer werden mit ihren einem Mantra ähnlichen Tonschwingungen zur Heilung von Krankheiten benutzt.
[...mehr]

   
  Tibet. Gebet a. d. Berggott Nyenchen Thanglha
 

"Ich rufe deinen Vater an,
Den Berggott Ode Gunggyel ... "
Gebet [...mehr]
Gebet I [...mehr]

   
  Lama A. Govinda ... Der Weg der weissen Wolken
 

Es gibt Berge, die bloss Berge sind, und es gibt solche, die Persönlichkeit aufweisen. Die Persönlichkeit eines Berges hängt nicht von dessen seltsamer Formgebung ab, die ihn von anderen Bergen unterscheidet genausowenig wie ein wunderlich geschnittenes Gesicht oder ungewohnte Taten aus einem Individuum noch keine Persönlichkeit machen.
[...mehr]

   
  Sonstiges
  Navajo Jolena Chavez ...HIER BIN ICH, IN ZUNI
 

Jolena Chaver besucht die indianische Schule im Pueblo Zuni. Indianerkinder drücken sich lieber in Gedichten als in Prosa aus, viele Gedichte beschreiben den Versuch, als Indianer in der modernen Welt zu überleben.
[...mehr]

   
 
Der Beitrag des Wanderns zur Persönlichkeitsentwicklung
 

Wandern ist eine Form der Freizeitgestaltung der Bürger der DDR. Sinnvoll und interessant gestaltete Freizeit ist neben der beruflichen Arbeit ein Bestandteil der sozialistischen Lebensweise. Wir sind der Auffassung ...
[...mehr]

   
  Rousseau Jean J. Rousseau... Die Kunst des Wanderns
 

Für mich gibt es nur eine angenehmere Art zu reisen als zu Pferd: Das Wandern zu Fuß. Man bricht auf, wenn es einem behagt, man macht nach seinem eigenen Willen halt, man strengt sich so viel oder so wenig an, wie man will.
[...mehr]

   
  Hans Morgenthaler... Ihr Berge
 

Mit einem mächtigen Satz rettete er sich aus dem Strom. Strom nannte er das reißende Wasser. Ein Menschenkind hätte den Strom mit einem Fuß überbrückt. Er war eben nur ein kleiner Gletscherfloh.
[...mehr]

   



Das BUCH zun Thema
 

Was der Berg ruft
Herausgegeben von Angelika Wellmann

Die Berge haben seit jeher die Dichter und Denker fasziniert. Viele von ihnen schnürten gar selbst Rucksack und Stiefel, um schwindelnde Höhen zu erklimmen und die Welt von oben zu betrachten. Die literarischen Zeugnisse dieser Faszination gehören zu den originellsten Stücken der Weltliteratur. Heiteres, Romantisches und Grausiges - von der Alm über die Alp bis zu den Gipfeln.

 
 

Angelika Wellmann hat eine vielseitige literarische Auswahl aus verschiedenen Epochen und Genres versammelt: Komisches von Heinz Erhardt; Klassisches von Petrarca, Goethe und Thomas Mann; Parodistisches von Mark Twain; Abenteuerliches von Jon Kracauer; Erhabenes von Adorno und Georg Simmel. Und selbstverständlich darf auch die hinreißende Bergromantik von Johanna Spyris "Heidi" und Peter Roseggers "Waldbauernbub" nicht fehlen. Ein Buch für Gipfelstürmer und solche, die es werden wollen. Und natürlich für all diejenigen, die die Berge lieber vom Sofa aus betrachten.
286 Seiten mit zahlr. Abbildungen, Paperback,
Reclam Leipzig, 2000
EUR 12,-

 
 

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© emmet 2008

 

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